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Hymenium

Pilzseminar

Das Hymenium bei Ständerpilzen und Schlauchpilzen
Grafiken: Pilz-Tom


Alle Pilze haben eines gemeinsam: Sie produzieren eine Unmenge von Sporen, die bisweilen eine Zahl von einigen Billionen erreicht. Um so viele Sporen unterzubringen, braucht es viel Platz. Den erzeugen die Fruchtkörper, indem sie Strukturen bilden, die die zur Verfügung stehende Oberfläche um ein Vielfaches vergrößern. Solche Strukturen können z. B. die Lamellen eines Blätterpilzes sein. Die gesamte Oberfläche der Lamellen ist dabei mit der die Sporen tragenden Fruchtschicht, Hymenium genannt, bedeckt. Auch die Gruben in den Hüten der Morcheln dienen dem Zweck, die Hutoberfläche zu vergrößern und das Hymenium zu tragen.
Hier gibt es nun aber einen entscheidenden Unterschied. 

Bei der einen Klasse der Höheren Pilze besteht das Hymenium aus unzähligen mikroskopisch kleinen Stielchen, auf denen die Sporen sitzen. Meist sind es vier Sporen, die auf einem dieser Stielchen sitzen. Diese Stielchen werden in der Pilzkunde "Basidien", zu deutsch "Ständer" genannt. Deshalb nennt man diese Klasse "Basidiomycetes" bzw. "Ständerpilze". Alle Blätter- und Röhrenpilze gehören dieser Klasse an.

Bei der zweiten Klasse besteht das Hymenium aus ebenfalls mikroskopisch kleinen Säckchen, in deren Innerem die Sporen heranwachsen. Man nennt diese Säckchen "Asci" bzw. "Schläuche". Somit heißt diese Klasse, zu der die Morcheln und Becherlinge gehören, "Ascomycetes", bzw. auf deutsch "Schlauchpilze".

 
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